Menschen vom SOS-Hof Bockum setzen Zeichen für Teilhabe

Protesttag für Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
Über 30 Menschen vom SOS-Hof Bockum haben am Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung an einer Kundgebung in Lüneburg teilgenommen. Im Clamart-Park kamen mehr als 150 Demonstrierende zusammen.
Gemeinsam protestierten sie gegen Kürzungspläne in der Eingliederungshilfe. Außerdem forderten sie mehr Barrierefreiheit, Selbstbestimmung und echte Teilhabe. Organisiert wurde die Kundgebung von der anti-ableistischen Aktion Lüneburg.
Der SOS-Hof Bockum war mit Bewohner*innen, Beschäftigten und Mitarbeitenden dabei. Sie machten deutlich: Menschen mit Behinderung wollen nicht übergangen werden. Sie wollen mitreden, mitentscheiden und die Unterstützung bekommen, die sie für ein selbstbestimmtes Leben brauchen.
Immer wieder riefen die Protestierenden: „Alle zusammen gegen Ableismus.“ Ableismus bedeutet: Menschen werden wegen einer Behinderung diskriminiert. In Redebeiträgen ging es unter anderem um Wohnen, Arbeit, Mobilität und Unterstützung im Alltag.
Eine Teilnehmerin sagte: „Es kann nicht sein, dass die alles über unseren Kopf hinweg bestimmen. ICH bestimme, wen ich heirate. ICH bestimme, wie ich lebe.“ Auch die Organisatorin fand klare Worte: „Wir werden als Last gesehen statt als Menschen mit Grundrechten.“
Die Demonstrierenden aus Bockum kamen mit einer klaren Botschaft: Teilhabe darf kein Luxus sein. Sie ist ein Menschenrecht.





