Natur
Ein Fazit und eine neue Idee
Rothirsch ist Tier des Jahres
Eine Majestät im Exil
Der Rothirsch ist bekannt als der König der Wälder. Dort lebt er aber nur im Exil. Eigentlich ist er ein Tier der halboffenen Landschaften. Er ist Deutschlands größte regelmäßig vorkommende Hirschart und lebt mit noch ca. 200 000 Tieren auf etwa 25 Prozent der Bundesfläche. In der Heide sind die Bestände seit dem Aufkommen des Wolfes deutlich geringer geworden. Ursprünglich waren Rothirsche in steppenähnlichen Landschaften zu Hause, doch der Mensch hat die Tiere nach und nach in die Wälder verdrängt. Heute darf die Art vielerorts nur in gesetzlich ausgewiesenen sogenannten Rotwildbezirken existieren, vor allem in den südlichen Bundesländern. Der Grund: Man fürchtet land- und forstwirtschaftliche
Schäden durch den Rothirsch. Allerdings führt das für die auf Wanderung und den so ermöglichten Austausch von Genen angewiesene Art zur Verinselung der Vorkommen und somit zunehmend zu bereits erkennbaren Erbschäden. Es sind neben der zunehmenden Bebauung der Landschaft besonders die Autobahnen und Schnellzugstrecken, aber auch die Umzäunungen von Photovoltaikanlagen und nun auch noch kilometerlange Zäune, die die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verhindern sollen, die die Wanderungen zu den bis zu 100 km entfernten Brunftplätzen verhindern. Der mangelnde Austausch zwischen den einzelnen Vorkommen ist mittlerweile zu einer echten Herausforderung für den Artenschutz geworden. Neben der Jägerschaft setzt sich die Deutsche Wildtier Stiftung (www.deutschewildtierstiftung.de) für mehr Lebensraum für den Rothirsch ein.
Der Richtige ObstBaumschnitt
Mit der richtigen Kronenform schöne, langlebige Bäume mit gutem Ertrag und wenig Pflegeaufwand
Für einen schönen Hausbaum und für landschaftsprägende Bäume an Straßenrändern und Streuobstwiesen ist die Oeschbergkrone die ideale Kronenform. Diese besteht aus einem Leittrieb, das ist die Stammverlängerung, und 3 bis 4 seitlichen Leitästen mit jeweils Seitenästen, an denen das Fruchtholz sitzt. Um zu verstehen, wie Obstbäume geschnitten werden, ist die Kenntnis der Wuchsgesetze wichtig. Hier die wichtigsten im Überblick.
Wuchsgesetze:
Spitzenförderung
Je weiter oben am Trieb oder Stamm eine Knospe sitzt, desto stärker wird sie gefördert, das bedeutet, ein desto stärkerer Austrieb ist zu erwarten.
Oberseitenförderung
Knospen auf der Oberseite eines Astes treiben stärker aus als Knospen auf der Unterseite.
Scheitelpunktförderung
Bei sich nach unten biegenden Trieben treibt die Knospe an der Biegestelle am stärksten aus. Je steiler ein Trieb am Stamm steht, desto stärker sein Wuchs. Waagrecht stehende Triebe bilden bevorzugt Blütenknospen. Je stärker der Rückschnitt, desto stärker der nachfolgende Austrieb.
Eine ausführliche Anleitung zum Obstbaumschnitt finden Sie im Internet auf der Homepage des Streuobstwiesenvereins Lüneburg: www.streuobst-lueneburg.de
Für alle Interessenten biete ich eine kurze Einführung in den Pflanz- und Aufbauschnitt an. 21.02. um 16:00 Uhr, Treffpunkt Mehrgenerationenpark in Amelinghausen.
Der Sommer wird immer heißer
Die Sommer werden auch in unserer Region spürbar heißer. Längere Hitzeperioden belasten nicht nur ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich eingeschränkte Personen, sondern betreffen uns alle. An besonders heißen Tagen suchen wir Orte, an denen wir kurz durchatmen, uns abkühlen und neue Kraft schöpfen können. Dazu gehören kühle, öffentlich zugängliche Räume, Trinkwasserstationen, schattige Sitzplätze, Parks, Kirchen, Bibliotheken oder andere Orte, die Schutz vor der Hitze bieten. Viele dieser Plätze gibt es bereits – doch sie sind nicht immer bekannt.
Deshalb möchten wir gemeinsam mit Verwaltung der Samtgemeinde weiter an der Klima-Cool-Karte arbeiten. Diese Karte soll zeigen, wo sich Menschen an heißen Tagen aufhalten, abkühlen und mit Wasser versorgen können.
Ihre Mithilfe ist gefragt!
Kennen Sie einen kühlen Raum, einen schattigen Platz, eine frei zugängliche Trinkwasserstelle oder einen anderen Ort, der an heißen Tagen Erleichterung bietet? Dann melden Sie diesen Ort gern unter
Gemeinsam können wir unsere Samtgemeinde hitzeresilienter machen – für mehr Lebensqualität, Gesundheit und Zusammenhalt, auch an den heißesten Tagen des Jahres.
Ein erfolgreicher Tag für die Heidepflege
Vielen Dank für die großartige Unterstützung
An einem Sonntag im Oktober kam wieder eine große Gruppe, trotz Regen und Kälte zusammen, um unsere Heide zu entkusseln. In diesem Jahr haben wir uns die Begrüßungsheide an der B209 vorgenommen und freuen uns sehr über das Engagement so vieler Helfer. Alle haben kräftig mit angefasst, Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Vielen Dank für die großartige Unterstützung.
Obstbäume
Sorgfältige Planung und richtiger Pflanz- und
Erziehungsschnitt wichtig!
Ob als Hausbaum im Garten oder als landschaftsprägender Baum an Straßenrändern und Streuobstwiesen: Obstbäume haben viele Vorteile. Sie sind bei der richtigen Sortenwahl robust und trockenheitsverträglich, blühen im Frühjahr schön, bieten Insekten, Pollen und Nektar und später für Mensch und Tier leckere Früchte.
Wichtig ist die sorgfältige Planung. Dabei muss sowohl auf den geeigneten Platz, als auch auf die Wahl des Pflanzmaterials geachtet werden. Kurzer Exkurs zu Obstbäumen. Diese werden in der Baumschule durch eine spezielle Form der Veredelung, durch Okkulation, herangezogen. Die sogenannte Unterlage bestimmt wesentlich die Wuchsstärke des Baumes. Im unteren Bereich der Unterlage, ca. 10-20 cm
über der Erde, wird eine Knospe der gewünschten Obstsorte eingesetzt. Aus dieser Knospe entwickelt sich der gewünschte Obstbaum. Die Unterlage wird nach dem Austreiben der Knospe oberhalb dieser abgeschnitten.
Um einen richtigen Obstbaum zu erhalten, der eine schöne Krone bildet, robust, langlebig und standfest ist, benötigt man eine Veredelung auf einer stark wachsenden Unterlage. Am besten eignen sich Sämlingsunterlagen, die Typenunterlagen A2, M25 und M11 sind auch möglich. Diese Pflanzen erhalten Sie nur in Baumschulen. Bei Pflanzen aus dem Discounter oder von Baumärkten kaufen Sie sprichwörtlich die Katze im Sack. Hier wird nicht einmal angegeben, auf welcher Unterlage der Baum steht. Auf schwachwachsenden Unterlagen können keine richtigen Bäume wachsen. Hier sind nur sogenannte Spindelbüsche oder schlanke Spindeln, wie sie im Erwerbsobstbau verwendet werden, möglich. Diese stellen hohe Ansprüche an den Boden, benötigen zeitlebens einen Stützpfahl, sind kurzlebig und krankheitsanfällig und werden von Wühlmäusen gerne angefressen.
Auch die Wahl der Obstsorte sollte sorgfältig überdacht werden. Vor allem bei Apfelsorten gibt es große Unterschiede bezüglich Robustheit und Standortansprüchen. Informationen hierzu finden Sie im Internet, zum Beispiel unter
www.garten-von-ehren.de/pflanzen/obst
Für den Kauf und die Pflanzung ist der Herbst die richtige Jahreszeit. Grundsätzlich empfiehlt es sich, sogenannte wurzelnackte Pflanzen, das heißt Pflanzen ohne Topf oder Ballen, zu kaufen. Diese sind preisgünstiger und wachsen problemloser an. Der unbedingt nötige Rückschnitt, der Pflanzschnitt, sollte, wie es der Name sagt, am besten gleich bei der Pflanzung erfolgen. Es ist kein „Hexenwerk“, es müssen jedoch einige Kriterien bedacht werden. Auch der Aufbauschnitt in den darauffolgenden Jahren ist wichtig für eine schöne Krone.
In der nächsten Ausgabe erfahren Sie hier Grundzüge der Wuchsgesetze bei Obstbäumen und Prinzipien des Pflanz- und Aufbauschnitts.
Ende Februar lade ich alle Interessenten zu einer praktischen Vorführung des Pflanz- und Aufbauschnitts von Obstbäumen an. Den genauen Termin erfahren Sie in der nächsten Ausgabe.
5.555 Krokusse sollen erblühen
Am 9. November trafen sich Mitglieder der AG Nachhaltigkeit und engagierte Mitbürger im Mehrgenerationenpark, neben der Grundschule Amelinghausen, um 5.555 Krokusse zu setzen. Wir haben dort im Park und am Auslauf des Lopausees auf den Grünflächen, unter Bäumen, neben Hauptwegen große Gruppen von Krokussen gesetzt. Aufgeteilt in kleinen Teams ging es frisch ans Werk. Die Kinder waren mindestens so motiviert wie die Erwachsenen. So wurden unabhängig voneinander kreative Muster in die Erde gesteckt. Auch nach Dehnsen, Betzendorf und Rolfsen gingen einige Krokuszwiebeln. Wir sind auf das Frühjahr gespannt.
Die Samtgemeinde stellt im Übrigen für solche nachhaltigen Projekte Geld zur Verfügung, um die Pflanzen und Hilfsmittel zu beschaffen. Die Schaufeln gehen im Nachgang an die Grundschulen der Samtgemeinde. Ein großes Dankeschön geht auch an Herrn Meyer von Blüte und Stiel, der die Blumenzwiebeln besorgt hat.
Lebensraum Garten
Geschenke-Pavillon ...
Rolfsen hat verschenkt
Pack mit an – mach mit beim Entkusseln!
Papier und Pappe
Verschenketag in Rolfsen
HeideFonds+ startet im Naturpark Lüneburger Heide
Rotwild-brunft
Medikamentenrückstände im Wasser