Der „Rehlinger Brocken“
Oh, was haben wir es gut! So gut, dass wir unser Glück unbedingt teilen möchten: Wir freuen uns ja schon immer an unserem Berg – entstanden durch den Aushub für den Neubau unseres Kindergartens in Rehlingen –, hat er doch mit unserem „Black Friday“ einen festen Platz in der Kindergartenwoche. Jeweils freitags wird der Berg (naja, Hügel) gestürmt. Man klettert hoch oder läuft, man rennt oder rutscht herunter, man kugelt, man stolpert – ach, er bietet einiges Vergnügen und stellt Herausforderungen dar. (Und weil viele Kinder dabei mitunter sehr schwarzerdig werden, heißt dieser Aktionstag bei uns „Black Friday“.) Inzwischen wohnen den Sommer über Wildbienen im Berg, und viele schöne Kräuter und Pflanzen haben dort einen Ort zum Wachsen und Blühen gefunden, was wiederum vielen Insekten hilft.
Aber nun – als der Schnee in diesen Mengen kam – wurde unser Berg direkt zum „Rehlinger Brocken“! Dank einer Spende der Elternschaft konnte er samt Porutschern erklommen werden, und wie wurde dann hinabgesaust! In den lustigsten Variationen: auf dem Po, auf dem Bauch, rückwärts auf dem Po, rückwärts auf dem Bauch, alles auch seitwärts natürlich, mit Drehungen unterwegs, zu zweit, zu dritt, zu fünft, mit Porutscher unter den Knien und einem unter den Händen … So vieles wurde entdeckt und probiert. Und immer, immer schneller und immer weiter. Ach, wie strahlten die Kindergesichter! Was wurde da gelacht und gejohlt! Wie rosig waren die Wangen! Und wie vollkommen egal war es doch, dass längst mindestens die Füße nass waren!
Diesen Spaß haben die Kinder viele Tage genossen und wurden dessen nicht leid. Sie lernten dabei natürlich auch Einiges: Wie bekommt man die Rodelbahn schön schnell („Hä, aus Schnee wird Eis?“); was schadet der Bahn; wie rollt man sich ab und wie fängt man sich, wenn es plötzlich im Kreis geht; wie fühlt es sich an, zusammen zu rutschen, und worauf achtet man besser, wenn man sich selbst oder andere nicht verletzen will; wahrnehmen, dass nicht alle gleich gut den Berg hoch- und runterkommen, also helfen und unterstützen; eigene Grenzen erkennen und ausloten, diese erweitern und sich immer mehr zutrauen.
Ein toller „Haufen“, unser „Rehlinger Brocken“!