Öffentlicher Defibrillator in Diersbüttel installiert

Die Initiative für die Anschaffung ging von dem Anwohner Michael Seeger aus – und blieb nicht nur eine Idee. Er spendete den Defibrillator kurzerhand selbst der Gemeinde. „Mir war es wichtig, nicht nur darüber zu sprechen, sondern konkret etwas zu tun. Im Ernstfall zählt jede Minute – bis der Rettungsdienst eintrifft, vergeht oft wertvolle Zeit. Ein AED kann in dieser Phase entscheidend sein und Leben retten“, erklärt Seeger.
Die Gemeinde Rehlingen unterstützte das Vorhaben organisatorisch und konnte für den notwendigen Außenschrank Fördermittel vom Landkreis Lüneburg einwerben. Im Rahmen des Programms „Herzsicherer Landkreis“ wurde ein Zuschuss in Höhe von 500 Euro bewilligt. Die Gemeinde übernahm die verbleibenden Kosten sowie den Anschluss des Systems.
Bürgermeister Felix Petersen zeigt sich dankbar für das Engagement: „Ich möchte mich ausdrücklich bei Michael Seeger bedanken – sowohl für die Anregung als auch für seine großzügige Spende. Dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich und ein starkes Zeichen für gelebten Gemeinsinn.“
Er betont zudem die Bedeutung solcher Geräte: „Jährlich sterben in Deutschland rund 65.000 Menschen am plötzlichen Herztod – häufig auch deshalb, weil nicht rechtzeitig geholfen werden konnte. Ein öffentlich zugänglicher Defibrillator kann hier einen entscheidenden Unterschied machen. Umso mehr freut es mich, dass wir nach dem AED im Dorfgemeinschaftshaus in Rehlingen auch ein rund um die Uhr frei zugängliches Gerät in unserer Gemeinde zur Verfügung haben.“
Der AED ist so angebracht, dass er im Notfall schnell erreichbar ist. Durch die Platzierung im Außenbereich ist er jederzeit zugänglich – unabhängig von Tageszeit oder Wochentag.
Der „Automatisierte Externe Defibrillator (AED)“ ist ein tragbares Gerät, das durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen beenden kann. Durch seinen Einsatz besteht die Möglichkeit, beim plötzlichen Herzstillstand das Herzkammerflimmern zu stoppen und einen Impuls für die normale Herzaktivität zu geben. Das halbautomatisierte Modell weist die Ersthelferin/den Ersthelfer genau an, welche Maßnahmen am Patienten zu treffen sind. Bevor es zum Auslösen des Stromschocks kommt, erfolgt zuvor eine Analyse der Herztätigkeit, die das Gerät selbsttätig durchführt. Eine versehentliche oder falsche Schockabgabe durch die Ersthelferin/den Ersthelfer ist ausgeschlossen. Nur wenn der Defibrillator ein Herzkammerflimmern sicher erkennt, gibt es den Knopfdruck für einen Elektroschock frei. Weil das Gerät bei der Wiederbelebung des Bewusstlosen die Regie übernimmt, kann es auch von Laien eingesetzt werden.
Mit der Installation des Geräts setzt die Gemeinde Rehlingen einen weiteren wichtigen Baustein für die Sicherheit vor Ort – und zeigt, wie wirkungsvoll bürgerschaftliches Engagement und kommunale Unterstützung zusammenwirken können.






