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 |  Maria Biermann  |  Umwelttipp

Zigarettenkippen in der Umwelt

Leider immer noch ein Thema
Obwohl seit Jahren viel Aufklärungsarbeit über die Schädlichkeit von Zigarettenkippen in der Umwelt, darunter auch wiederholt Artikel in den Lopautalnachrichten, geleistet wird, sieht man leider immer noch achtlos auf Grünstreifen, Gehwegen oder in Abwasserschächten entsorgte Kippen. Dabei stecken diese voller, teils hochgiftiger und krebserregender Substanzen. Zwei Drittel der weltweit gerauchten Kippen landen in der Natur. Sie sind laut WHO das häufigste Abfallprodukt weltweit. Über

7000 verschiedene Giftstoffe, die beim Verbrennen des Tabaks entstehen, konnten nachgewiesen werden, darunter Nikotin, Arsen, Cadmium, Quecksilber, Dioxine, und PAKs. Der Filter selbst besteht aus Kunststoff. Er benötigt bis zu 15 Jahre, bis er sich zersetzt hat. Das dabei entstehende Mikroplastik verbleibt in der Umwelt und kann über die Nahrungskette auch in den menschlichen Organismus gelangen. Besonders großen Schaden richten die Stummel im Wasser an. Eine Zigarettenkippe verunreinigt 1000 Liter Wasser so stark, dass kleine Wassertiere wie Wasserflöhe darin sterben. Und Studien zeigen, dass ein Stummel in einem Liter Wasser über 4 Tage die Hälfte der darin befindlichen Fische tötet.
Daher an alle Raucherinnen und Raucher: Zeigen Sie Verantwortungsbewusstsein. Nutzen Sie für das Rauchen unterwegs zum Sammeln der Kippen beispielsweise kleine Gläser mit Deckel, leere Dosen oder käufliche Taschenaschenbecher. Übrigens ist das beliebte  Entsorgen der Stummel in Gullys besonders schädlich, da es so direkt über das Abwasser in die Gewässer gelangt. Und an alle Bürgerinnen und Bürger. Haben Sie den Mut, Raucherinnen und Raucher, die ihre Kippen in die Umwelt werfen, auf ihr Fehlverhalten anzusprechen!


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