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Auf dem Weg zur Kinderrechte-Schule

Die Grundschule Soderstorf hat sich viel vorgenommen. Mindestens drei Jahre dauert der Prozess, eine von UNICEF zertifizierte Kinderrechte-Schule zu werden. Mehrere Module werden durchlaufen.
Gestartet ist die Schule mit dem Modul „Partizipation“. Dabei geht es darum, die Schülerinnen und Schüler noch mehr in Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Die Wahl dieses Themenbereichs lag nahe. In der Grundschule Soderstorf

werden schon seit Jahren Klassensprecher:innen ab Klasse 1 gewählt. Jeden Freitag werden Klassenräte in allen Klassen durchgeführt und alle gewählten Kinder kommen dreimal jährlich im Schülerrat zusammen, um gemeinsam mit dem Schulleiter und der Schulsozialarbeiterin die wichtigen Themen der Kinder zu besprechen.
Für den Weg zur Kinderrechte-Schule bildete sich eine Steuergruppe aus Lehrkräften, Pädagogischen Mitarbeiter:innen, Eltern und Kindern, die den gesamten Prozess plant und begleitet. Am 18.11.2025 kamen dann alle Schulmitarbeitenden, interessierte Eltern und Schüler:innen mit der Steuergruppe zum sogenannten „Pädagogischen Tag“ zusammen. Zwei von UNICEF ausgebildete Schulberaterinnen führten durch den Tag. In gemischten Gruppen wurden an diesem Tag Ideen zusammengetragen, die sich nun zum Teil in der Umsetzung befinden oder bereits umgesetzt wurden.
Lars findet beispielsweise toll, dass alle Klassen (mit Unterstützung des Schulfördervereins) eine Friedenstreppe bekommen haben, die in seiner Klasse mindestens einmal pro Woche genutzt wird und gut funktioniert. Matteo und Matthies finden, dass schon viel weniger gerangelt wird und dass viel sorgsamer miteinander und mit Schulinventar umgegangen wird. Marten freut sich jeden Montag auf das neue Kinderrecht der Woche, das dann thematisiert wird. Frieda hofft, dass alle an der Schule nun noch besser miteinander umgehen, weil sie die Kinderrechte kennen. Und Jonna, Theo und Philipp sind bestimmt schon aufgeregt. Sie wurden zu Schulsprechern gewählt und nehmen im Juni an ihrer ersten Gesamtkonferenz teil.
Lewin ist begeistert davon, dass sich die Grundschule dazu entschieden hat, Kinderrechte-Schule zu werden. „Es ist gut, dass wir jetzt schon viel mehr über unsere Rechte Bescheid wissen. Ich finde, dass der Umgang miteinander jetzt friedlicher ist und die Schule insgesamt mehr Spaß macht.“
Neben den bereits umgesetzten Ideen sind ein Kinderrechtebaum für die Pausenhalle und die Ausbildung von Streitschlichtern geplant. Die Kinder haben sich auch die Mitwirkung bei Zeitungsartikeln gewünscht. An diesem Zeitungsartikel haben Matteo und Marten aus Klasse 3 und Frieda, Lars, Lewin und Matthies aus Klasse 4 mitgewirkt.