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Bauen mit umweltfreundlichen Materialien

Naturpark Lüneburger Heide lädt ein zu Podiumsdiskussion mit Fachleuten

Den Traum vom Eigenheim verwirklichen und das möglichst umwelt- und klimafreundlich? Wer hier Impulse und Austausch sucht, kann sie bei einem Informations- und Diskussionsabend am Mittwoch, dem 26. Februar, bekommen. Der Naturpark Lüneburger Heide lädt unter dem Titel „Regionale Baukultur – Ein Blick zurück nach vorn“ zu der Veranstaltung mit Experten aus der Naturparkregion ein. Beginn ist um 18 Uhr, in der Alten Schule Marxen, Unter den Eichen 5. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die ein Haus bauen wollen, ein Sanierungsobjekt vor Augen haben, an die Verantwortlichen in den Bauämtern oder Architekturbüros.

Die Alte Schule Marxen wurde regionaltypisch erbaut und vor einigen Jahren mit viel Arbeit, Lehm und Holz saniert. Am 26.02. dient sie als Veranstaltungsort für die Informations- und Diskussionsveranstaltung „Regionale Baukultur – Ein Blick zurück nach vorn“.

Willkommen sind aber grundsätzlich alle, die sich dafür interessieren, wie die Materialien von gestern heute wieder Einzug ins moderne Bauen finden können. In alten Fachwerkhäusern wurden die Gefache etwa mit einem Lehm-Stroh-Putz gefüllt, und Holz war in früheren Epochen quasi der einzig zur Verfügung stehende Baustoff für die Konstruktion. Jetzt erfahren diese Materialien ein Revival. Innerhalb der Veranstaltung soll beleuchtet werden, wie der Wiedereinzug von umweltfreundlichen Baumaterialien im Hausbau gelingt.
Der ehemalige Naturpark-Mitarbeiter Robin Marwege aus der Nähe von Lüneburg wird von seinem eigenen Projekt berichten: Er hat sein Wohnhaus nach Vorgaben der Permakultur selbst erbaut und arbeitet mit Lehm. Form, Aussehen des Hauses und letztlich auch das Leben darin unterscheiden sich erheblich von den Gebäuden, die man aus Neubaugebieten oder gängigen Stadtbildern kennt. Auf dem Podium steht ferner der Naturpark-Partner und Holz-Spezialist Sven Balck aus Marxen für Gespräche bereit. Er ist Inhaber einer Zimmerei am Ort, die sich auf die Verarbeitung von Mondholz spezialisiert hat und Häuser plant und baut, die komplett auf Folien verzichten können.
Ebenfalls vor Ort ist Dirk Scharmer aus Lüneburg. Der Architekt hat den Fachverband Strohballenbau Deutschland gegründet und die Firma Baustroh ins Leben gerufen. In Praxis und Forschung dreht sich bei Scharmer alles um den nachwachsenden Rohstoff Stroh.
Zusammen mit dem Publikum wollen die Experten ihre Erfahrungen teilen und die Vor- und Nachteile von umweltfreundlichen Baustoffen diskutieren. Für den Naturpark ist umwelt- und klimafreundliches Bauen ein großer Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der Region. „Mehr als die Hälfte des Gesamtabfalls in Deutschland entfallen auf Bau- und Abbruchmaterial“, erklärt Lina Dening aus dem Naturpark-Team, die die Veranstaltung begleiten wird. „Das Material kann bestenfalls noch downgecycelt werden – eine riesige Verschwendung von Ressourcen. Wir wollen herausfinden, wie hier durch den Einsatz natürlicher Baustoffe gegengesteuert werden kann. Und welche Effekte natürliche Baustoffe bringen können.“ Zwecks Planung wird um eine Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. gebeten. Die Teilnahme ist kostenfrei.


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