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 |  Eberhard v. Seydlitz  |  Hegering Amelinghausen

Wie viele Wölfe sind genug?

Der letzte Bericht des Wolfmonitorings weist für Niedersachsen 60 Wolfsrudel, 2 Wolfspaare und 1 sesshaften Einzelwolf aus. Die meisten Territorien dieser Rudel liegen in Nord- und Nordostniedersachsen.
Ein Wolfsrudel ist eine Familie, deren Größe über das Jahr stark schwankt. Im Durchschnitt kann man aber ca. 10 Tiere pro Rudel annehmen. Das Rudel besteht aus den beiden Elterntieren, den 4–6 Welpen, die im Mai geboren werden, und den Jährlingen, die noch nicht abgewandert sind. Insgesamt dürften also in Niedersachsen ca. 600 Wölfe leben. 

Um diese Zahl zu bewerten, hilft ein Blick über die deutschen Grenzen hinaus: In Finnland will die Regierung den geschätzten Bestand von 430–550 Tieren auf 273 absenken. In Schweden geht man von einem Bestand von 355 Tieren aus und möchte ihn auf 170 senken. In der Schweiz rechnet man mit 300 Wölfen und hat in der aktuellen Jagdperiode 89 davon erlegt. Geplant war, ca. 120 Stück zu entnehmen.
Fazit: Bei uns leben mehr Wölfe als in allen anderen Bundes­ländern, Finnland, Schweden und der Schweiz. Nur in Polen gibt es größere Bestände.
Die Bundesregierung möchte den Wolf ins Jagdrecht überführen und so ein regionales Bestandsmanagement ermöglichen. Als Jagdzeit ist der 1. Juli bis 31. Oktober vorgesehen. Der Bundestag plant, das Verfahren noch im Frühjahr dieses Jahres abzuschließen. Danach liegt der Ball bei den Ländern.


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| Eberhard v. Seydlitz | Hegering Amelinghausen
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