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 |  Maria Biermann  |  Umwelttipp

Dünger im Hausgarten 

Oft überflüssig oder gar schädlich
Glaubt man der Werbung der Gartencenter und Baumärkte, kann man viel Geld für diverse Dünger ausgeben. Dabei benötigen die meisten Pflanzen im Garten keinen Dünger. Wie in der Natur auch, reicht die natürliche Nachlieferung durch das Verrotten des organischen Materials und der Eintrag über die Luft meistens aus. Ein Überangebot an Nährstoffen schädigt die Umwelt und erhöht die Krankheitsanfälligkeit der Pflanzen. Besonders Pilzerkrankungen treten bei zu viel Stickstoffdünger auf. 

Im Gemüsegarten ist der Nährstoffbedarf je nach Gemüseart sehr unterschiedlich. Es gibt Schwach-, Mittel- und Starkzehrer. Letztere benötigen viel Dünger, Schwachzehrer wenig. Zu den Schwachzehrern gehören zum Beispiel Kräuter und Bohnen, zu den Mittelzehrern Salate und Möhren und zu den Starkzehren Tomaten und Kürbisse/Zucchini.
Als Dünger sollten im Hausgarten nur organische Dünger verwendet werden, am besten der eigene Kompost. Ansonsten sind Hornspäne ein guter Universaldünger. Sie werden aus Abfallstoffen gewonnen und die Nährstoffe werden langsam freigesetzt, wodurch die Gefahr der Überdüngung und der Auswaschen von Nährstoffen verringert wird.
Im Ziergarten gilt wie auch in der Natur: die nährstoffarmen Standorte sind besonders wichtig. Hier finden Insekten Nahrung und Lebensraum, da viele Nektar- und Pollenspender auf nährstoffarme Standorte angewiesen sind. Ist der Boden zu nährstoffreich, werden sie von konkurrenzstarken Arten verdrängt. Gerade die mageren Standorte haben die höchste Artenvielfalt! Da viele Pflanzensamen lange keimfähig bleiben, ist es schön zu beobachten, welche meistens sehr zierlichen Pflänzchen sich ganz von selbst in Lücken zwischen den gepflanzten Gartenstauden und Büschen ansiedeln.


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