Sprit sparen beim Autofahren
In Zeiten von Klimawandel und Umweltverschmutzung sollte das Spritsparen eigentlich bereits seit langem Usus sein. Leider gerät es erst jetzt durch den starken Ölpreisanstieg in den Fokus der breiten Öffentlichkeit.
Der Verkehrssektor ist in Deutschland für 22 % aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Hinzu kommen weitere Schadstoffe wie Stickoxide und
Feinstaub. Bei der Mikroplastikproblematik ist der Verkehr sogar der Hauptverursacher! Moderne Technik steigert zwar die Effizienz neuer Motoren, höhere Fahrleistung und größere und schnellere Autos heben diesen Einspareffekt wieder weitgehend auf. Neben der Anschaffung kleinerer, sparsamer Modelle kann durch zahlreiche Maßnahmen der Verbrauch jedes Fahrzeuges teilweise deutlich gesenkt werden:
Kurzstrecken vermeiden. Autos verbrauchen auf den ersten gefahrenen Kilometern deutlich mehr Kraftstoff. Diese Strecken lassen sich meist auch gut zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen.
Tempo reduzieren: Zwischen 60 und 90 Stundenkilometern verbrauchen Autos am wenigsten Sprit. Darüber steigt der Verbrauch stark an, da sich der Luftwiderstand überproportional erhöht. Bei 130 km/h gegenüber 100 km/h steigt der Spritverbrauch um ca. 30 %, bei 160 km/h um ca. 60 %! Bei Fahrzeugen mit aerodynamisch ungünstiger Form wie SUVs, die sowieso schon einen hohen Verbrauch haben, steigt der Kraftstoffbedarf bei höheren Geschwindigkeiten besonders stark an.
Vorausschauend fahren, unnötiges Bremsen vermeiden. Dies verringert auch den Reifen- und Bremsverschleiß und verringert die Mikroplastikemissionen.
Optimalen Luftdruck einstellen.
Schnell in höheren Gang schalten, niedertourig fahren.
Nicht benötigte Aufbauten wie Dachboxen demontieren.
Klimaanlage ausschalten, wenn sie nicht notwendig ist.
Und was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte: unnötige Fahrten vermeiden!
Öfter zu Fuß gehen, den ÖPNV oder das Fahrrad benutzen. In Zeiten von Pedelecs und E-Bikes können auch weniger sportliche Menschen selbst längere Strecken mit dem Rad zurücklegen, doch bitte nicht nur, um „ins Blaue“ zu fahren.





